Bei einem weltweit renommierten Hersteller für Ventilkomponenten werden unterschiedlichste Werkzeugmaschinen eingesetzt, um Nockenwellen, Ventile und Kipphebel für Benzin- und Dieselmotoren für eine Vielzahl von europäischen Automobilherstellern zu produzieren. In einem Betrieb sind verschiedene Schütte Mehrspindeldrehautomaten im Einsatz. Aufgrund der sehr hohen Stückzahlen, die täglich produziert werden, und des daraus resultierenden großen Spanvolumens war der Kühlschmierstoff in sehr kurzer Zeit mit Partikeln verunreinigt. Gröbere Partikel und Späne wurden zwar kontinuierlich mit dem Bandfilterautomat, der mit der Maschine geliefert wurde, aus dem Kühlschmierstoff entfernt, jedoch stellte sich während der Produktion heraus, dass kleinere Partikel unter 30 µm nicht wie gewünscht entfernt werden konnten. Dadurch wurde der Anteil an Schmutzpartikeln unter 30 µm im Kühlschmierstoff ständig größer und der Kühlschmierstoff musste vorzeitig gewechselt werden. Darüber hinaus war es erforderlich, die Kühlschmierstoffbehälter alle 8 Wochen zu reinigen.

Um die Reinheit des Kühlschmierstoffs zu verbessern wurde zunächst ein Magnetfilter FMF mit Reinigungseinsatz installiert. Die Resultate waren absolut überzeugend. Zwar musste der Filter 2 – 3-mal pro Woche gereinigt werden, jedoch konnte die Lebensdauer des Kühlschmierstoffs deutlich verbessert werden.

FRIESS Magnetfilter FMF mit Reinigungseinsatz

Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem Magnetfilter FMF mit Reinigungseinsatz sollten alle Mehrspindeldrehautomaten mit einem Magnetfilter ausgerüstet werden. Allerdings ist eine manuelle Reinigung des Magnetfilters nicht möglich. Aufgrund des hohen Produktionsvolumens würde ein Produktionsstopp alle 2 Tage für die Reinigung des Magnetfilters zu unerwünschtem Produktionsausfall führen. Aus diesem Grund wurde statt des Magnetfilters FMF mit Reinigungseinsatz ein selbstreinigender Magnetfilter SMF eingesetzt. Dieser Filter kann während der Produktion innerhalb von 1 – 2 Minuten ohne Produktionsausfall gereinigt werden. Der Filter wurde zwischen der Förderpumpe und der Werkzeugmaschine installiert, so dass die Reinigung des Kühlschmierstoffs im Vollstrom erfolgt.

Wenn der im Magnetfilter gesammelte Schlamm entfernt werden soll, müssen lediglich die Ventile für Ein- und Auslass geschlossen werden und ein Bypassventil muss geöffnet werden. In einem zweiten Schritt werden die Magnete aus den Edelstahlhüllrohren im Filtergehäuse herausgezogen. Aufgrund der extrem starken Feldstärke der Magnete ist die erforderliche Kraft zum Herausziehen der Magnete sehr hoch. Aus diesem Grund ist der Magnetfilter SMF mit einem Pneumatikzylinder ausgestattet. Dieser Pneumatikzylinder kann die Magnete gegen den Widerstand des Magnetfeldes aus den Hüllrohren herausziehen. Im dritten Schritt öffnet der Bediener das Ablassventil und der gesammelte Schlamm fließt mit etwas Kühlschmierstoff aus dem Filter heraus. Falls erforderlich kann der Magnetfilter mit etwas Spülflüssigkeit nachgespült werden, indem das Spülventil kurz geöffnet und geschlossen wird. Nach dem Ausspülen des Schlamms wird das Schlammablassventil geschlossen. Anschließend werden die Magnete durch den Pneumatikzylinder wieder in die Hüllrohre geschoben.

Im letzten Schritt werden Ein- und Auslassventil geöffnet und das Bypassventil wird geschlossen.

Aufgrund der hohen Schmutzaufnahmekapazität des Magnetfilters SMF muss der Magnetfilter nur alle 2 Tage gereinigt werden. Falls die Flüssigkeit noch stärker verunreinigt ist und eine Spülung des Filters öfter erforderlich ist, kann die automatische Version des Magnetfilters SMF eingesetzt werden.

Die Lebensdauer des Kühlschmierstoffs konnte deutlich verlängert werden. Der Gehalt an Stahlpartikeln unter 30 µm wurde durch den Magnetfilter SMF um über 90 % reduziert. Fehler oder Ausfälle an den Spannvorrichtungen wurden um ca. 70 % reduziert. Der Maschinenraum ist deutlich sauberer als vor Einsatz des Magnetfilters SMF 3, da sich keine Partikel mehr in dem Maschinenraum absetzen können.

SMF 5 im Einsatz

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