Kühlwasserkreisläufe und Solaranlagen werden aus Frostschutzgründen häufig mit Wasser-Glykol-Gemischen gefüllt. Das dem Wasser zugemischte Propylenglykol dient hauptsächlich als Frostschutz. Darüber hinaus bewirkt das Propylenglykol noch einen gewissen Korrosionsschutz. Auf Grund des Zusatzes von Propylenglykol steigt die Viskosität der eingesetzten Kreislaufflüssigkeit leicht an und das Luftabscheidevermögen verschlechtert sich. Speziell bei den sehr geringen Fließgeschwindigkeiten in Solaranlagen kann es zur Bildung von Luftblasen kommen, die den Durchfluss verringern oder ganz verhindern.

Bei einer sieben Jahre alten thermischen Solaranlage musste das System gespült werden, um Luftblasen, die sich im Laufe der Jahre gebildet hatten, zu entfernen. Obwohl auf Grund der Bauweise der Anlage (Edelstahlwellrohr und Kupferrohr) nicht damit zu rechnen war, dass das System mit Eisenpartikeln oder Korrosionsrückständen belastet war, wurde die Spülung mit einer Pumpe mit nachgeschaltetem Magnetfilter durchgeführt. Nach einer Stunde Spülzeit wurde die Spülpumpe abgeklemmt und das System wieder in Betrieb genommen. Trotz des geringen Gesamtvolumens von nur ca. 50 l fanden sich auf dem Magnetfilterstab erhebliche Mengen an ferritischen Feinstpartikeln.

Durch die zusätzliche Ausrüstung von Kühlwasser- und Solarkreisläufen mit einem Magnetfiltersystem werden die im System vorhandenen ferritischen Partikel kontinuierlich ausgefiltert und entfernt. Ablagerungen im System, Korrosionserscheinungen und Lochfraß an empfindlichen Edelstahlbauteilen, wie Platten von Wärmetauschern oder dünnwandigen Edelstahlwellschläuchen, wird so verhindert. Auf Grund der einfachen Bauweise der Friess Magnetfiltersysteme Typ FMF entstehen keine zusätzlichen Kosten für Verbrauchsmaterial oder Filterhilfsmittel. Auf Grund der hohen Schmutzaufnahmekapazität der Friess Magnetfiltersysteme muss das Magnetfiltersystem nur einmal pro Jahr im Rahmen der jährlichen Wartung der Anlage gereinigt werden.

Mit einem Friess Magnetfilter FMF 420/3 können bis zu 3 kg Schmutz aus Prozesswasser entfernt werden