In einem Metall verarbeitenden Betrieb werden Druckbehälter mit einem Volumen von 50 l – 500 l gefertigt. Die gegossenen Rohteile werden mechanisch bearbeitet. Nach dem Bearbeiten werden die Teile gewaschen. Nach dem Waschvorgang werden die Teile mit Hydrauliköl Typ HLP 32 auf Dichtigkeit überprüft. Für diese Überprüfung gibt es insgesamt drei Prüfstände, die jeweils mit 2000 l Hydrauliköl gefüllt sind. Da mit jedem geprüften Teil etwas Öl ausgetragen wird, wird das Öl nicht gewechselt. Stattdessen wird der anfallende Ölverlust regelmäßig durch Frischöl ergänzt.

Bei einer Überprüfung des Öles wurde festgestellt, dass es trotz der eingesetzten Filtration stark verunreinigt ist. Im Rahmen der Qualitätssicherung wurde bei Restschmutzanalysen der Behälter festgestellt, dass die Ursache für die Verschmutzungen im Behälter das stark verunreinigte Hydrauliköl ist.

Da bereits sehr hochwertige Feinfilter zur Filtration des Hydrauliköls eingesetzt wurden, suchte man seitens der Instandhaltung und der Qualitätssicherung nach einem alternativen Reinigungsverfahren. Da der Instandhaltungsleiter aufgrund seiner vorherigen Tätigkeit bereits sehr gute Erfahrungen mit dem Einsatz von elektrostatischen Ölreinigungsanlagen gemacht hat, entschied man sich für die Anschaffung einer elektrostatischen Ölreinigungsanlage Modell D4.

Friess EFR elektrostatische Ölreinigungsanlage Modell D4

Bei der Inbetriebnahme der Anlage wurde eine Ölprobe aus dem System entnommen. Aufgrund der starken Verschmutzung mit Grobpartikeln und insbesondere mit Oxydationsprodukten, konnten nur 10 ml statt der üblichen 30 ml durch die Membran filtriert werden. Nach Durchlauf von 10 ml Hydrauliköl waren die Poren der Membran (Porenweite 0,8 µm) vollständig mit Oxydationsprodukten und Schmutzpartikeln blockiert. Aufgrund der starken Verunreinigung und des hohen Schmutzeintrages wurde eine Reinigungszeit von zunächst drei Monaten empfohlen.

Vor Einsatz der elektrostatischen Ölreinigungsanlage
Testmembran nach Filtration von 10 ml Öl

Bereits nach einer ersten Kontrolluntersuchung nach zwei Wochen zeigte sich eine erhebliche Verbesserung des Ölzustandes. Der Gehalt an Oxydationsprodukten konnte deutlich reduziert werden. Gleichzeitig hat die Zahl der Grobpartikel deutlich abgenommen.

Nach Reinigung durch die elektrostatische Ölreinigungsanlage
Testmembran nach Filtration von 30 ml Öl

Die deutliche Verbesserung des Ölzustandes ist beim direkten Vergleich der beiden Ölproben sofort sichtbar.

Ölproben vor und nach der Reinigung mit der Friess EFR D4

Aufgrund des hervorragenden Reinigungsergebnisses entschied man sich seitens der Instand-haltung dazu, alle drei Prüfstände mit je einer elektrostatischen Ölreinigungsanlage D4 auszurüsten. Dazu wurden noch zwei elektrostatische Ölreinigungsanlagen D2 zur Reinigung des Hydrauliköls in den Werkzeugmaschinen beschafft.

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