Bei einem großen Automobilhersteller werden Druckgussmaschinen zur Fertigung von Motoren und Getriebebauteilen eingesetzt. Aufgrund der Größe der Formen und der Maschinen werden pro Druckgussmaschine bis zu drei Temperiergeräte eingesetzt. Der Kühlwasserdurchfluss wird in den Temperiergeräten mit Hilfe von kleinen Durchflussmessern mit Turbinenlaufrad kontrolliert. Während des Betriebes kam es immer wieder zu Fehlermeldungen wegen Kühlwassermangel und daraus resultierend zu Produktionsstörungen. Bei einer genauen Überprüfung wurde festgestellt, dass der Kühlwasserdurchfluss völlig in Ordnung war. Ursache für die Fehlermeldungen waren feinste Schmutzpartikel, die sich im Bereich der Durchflussmessturbine festgesetzt hatten. Dadurch wurde der freie Lauf der Turbine behindert und das Messergebnis war nicht korrekt. Aus diesem Grund mussten die Durchflussmessgeräte nach nur ca. 2000 Betriebsstunden ausgewechselt werden. Üblicherweise liegt die Lebensdauer der Turbinen bei über zehn Jahren. Insgesamt sind so jährlich Kosten für Reparatur und Austausch der Durchflussmessgeräte in Höhe von ca. 40.000,00 €/Jahr angefallen. 

Aufgrund der hohen laufenden Kosten suchte die Instandhaltung, gemeinsam mit dem Hersteller der Temperiergeräte, nach einer Möglichkeit, diese Kosten zu verringern. Aufgrund der Schmutzablagerungen war man relativ schnell davon überzeugt, dass eine wirksame Reinigung des Kühlwassers eine Reduzierung der laufenden Kosten ermöglichen könnte. Aufgrund einer Internetrecherche kam der Hersteller der Temperiergeräte mit der Firma Friess GmbH in Kontakt. Nach einer ersten Analyse der Situation wurden zwei Magnetfilter FMF 240/1 HT in den internen Maschinenkühlkreislauf einer Druckgussmaschine eingebaut. Nach ca. 2 Wochen Betriebsdauer wurden die Magnetfilter erstmals geöffnet. Obwohl das Kühlwasser auf den ersten Blick nicht sonderlich schmutzig aussah, waren die Magnetfilterstäbe deutlich mit ferritischen Partikeln belastet. Nach einem weiteren zweiwöchigen Einsatz waren die Magnetfilterstäbe erneut mit Partikeln verunreinigt. Obwohl es sich um einen geschlossenen Kreislauf handelt, ist es offensichtlich, dass immer wieder neue Partikel emittiert werden. Als Ursache für die Partikelbelastung stellte sich Korrosion in den Kühlkanälen der eingesetzten Formen heraus. 

Durch die kontinuierliche Entfernung der ferritischen Partikel ist das Kühlwasser deutlich sauberer. Die Turbinen in den Durchflussmessgeräten sind nun deutlich über 2000 Stunden im Einsatz. Da die Partikel von den im Temperiergerät eingebauten Filtern bisher nicht erfasst worden sind, ist eine Nachrüstung der einzelnen Kühlwasserkreisläufe mit Magnetfiltern in temperaturfester Ausführung vorgesehen.

Magnetfilterstab mit gesammelten Rostpartikeln aus Kühlwasserkreislauf
Ferritische Partikel zwischen 2 µm und 100 µm aus Kühlwasser

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