Der Ölskimmer Modell S 100 entfernt aufschwimmende Öle von Flüssigkeiten aller Art. Während des Betriebes des Ölskimmers kann der Füllstand im Behälter bis zu 2,0 m schwanken. Wenn der Füllstand den unteren Grenzwert erreicht, schwimmen ca. 0,5 m Ölaufnahmeschlauch auf der Wasseroberfläche auf. Wenn der Badspiegel um 2,0 m ansteigt, schwimmen 4,5 m auf der Wasseroberfläche auf. Sollte der Füllstand um einen weiteren Meter ansteigen, würden ca. 6,5 m Ölaufnahmeschlauch auf der Badoberfläche aufschwimmen. Ohne zusätzliche Führung des Ölaufnahmeschlauches kann es bei einer aufschwimmenden Länge von ca. 5,0 m oder mehr dazu kommen, dass sich der Ölaufnahmeschlauch überschlägt und im Extremfall sogar Knoten bildet.

Insbesondere bei Regenrückhaltebecken oder Pufferbehältern kommt es betriebsbedingt zu starken Schwankungen des Füllstandes deutlich über 2,0 m. Bei vielen Anwendungen wurde daher der Betrieb des Ölskimmers über Niveaumelder gesteuert. Falls das zulässige Minimalniveau unterschritten wurde oder das zulässige Maximalniveau überschritten wurde, wurde der Ölskimmer automatisch abgeschaltet.

Bei vielen Anlagen ist es jedoch betriebsbedingt erforderlich, dass auch bei sehr stark unterschiedlichen Füllständen der Ölskimmer stets in Betrieb oder mindestens betriebsbereit sein muss.

Aus diesem Grund gibt es nun neu eine schwimmende Führung für den Ölaufnahmeschlauch. Mit Hilfe dieser Führung wird in Abhängigkeit vom Füllstand die unterschiedliche aufschwimmende Länge des Ölaufnahmeschlauches ausgeglichen. Bei max. Füllstand, d.h. dann, wenn sehr viel Ölaufnahmeschlauch auf der Wasseroberfläche aufschwimmt, ist die schwimmende Führung so weit wie möglich vom Ölskimmer entfernt. Bei minimalem Füllstand schwimmt die Führung in unmittelbarer Nähe des Ölskimmers. Die Schlauchführung ist an einem schwimmenden Ponton angebracht. Der Ponton schwimmt stets exakt an der Wasseroberfläche auf. Der Ponton wird an einer unter 45° schräg liegenden Führung so geführt, dass er bei max. Füllstand so weit wie möglich vom Ölskimmer entfernt ist. Die unter 45° schräg liegende Führung kann aus einem Rohr, oder bei größeren Behältern, aus einem gespannten Stahlseil bestehen. Voraussetzung für den Einsatz der schwimmenden Schlauchführung ist natürlich, dass die Breite oder Länge oder der Durchmesser des Behälters größer oder gleich der Höhe des Behälters sind.

Das Bild zeigt einen Ölskimmer S 100 an einem Klärbecken. Im unteren Bereich erkennt man die schräg unter 45° eingebaute Führungsstange. An der Führungsstange ist ein zylindrischer Schwimmponton angebracht. An dem Schwimmponton ist eine Führung für den Ölaufnahmeschlauch montiert. An den Wänden erkennt man eine schwarze Kante, die den Minimalfüllstand während des Normalbetriebes markiert. Wenn der Füllstand stärker ansteigt, wird der Schwimmponton von der Führungsstange nach links gezogen. Der aufschwimmende Teil des Ölaufnahmeschlauches wird ebenfalls mit steigendem Badniveau nach links gezogen. Bei dieser Anlage kann der Füllstand in dem Becken während des Betriebs des Ölskimmers um ca. 3,0 m schwanken. Wenn das Becken zu Reinigungszwecken geleert wird, wird der Schwimmponton von einem speziellen Haltewinkel in Position gehalten, so dass der Ölaufnahmeschlauch nicht auf Zug beansprucht wird.

Ölskimmeranlage S 100 mit Altölsammeltank 1500 l und Steuerung und Beheizung aller Komponenten

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