In einem Stahlwerk sind in einer Halle zwei große Hydrauliksysteme eingesetzt. In der ersten Station werden die produzierten Stahlknüppel, Abmessungen ca. 100 mm x 100 mm, gerade gerichtet. Der Richtzylinder wird über ein Hydraulikaggregat, Fabrikat Rexroth, angetrieben. In der 2. Station werden die Stahlknüppel vorgeschliffen um Zunder zu entfernen. Aufgrund des Schleifvorgangs ist die gesamte Umgebungsluft trotz Absaugung stark mit Staub belastet. Das Hydrauliköl in beiden Systemen ist aufgrund der Umgebungsbedingungen sehr stark mit Schmutz belastet. Trotz guter Dichtungen und regelmäßiger Wartung des Luftfilters am Tank war das Öl bereits nach zwei Monaten extrem stark verunreinigt.

Hydraulikaggregrat für Richtpresse 

Bei jedem Ausfahren des Richtzylinders sinkt der Ölpegel im Vorratsbehälter. Dadurch gelangt verschmutzte Luft in den Tank und die Partikel aus der Luft gelangen in das Öl. Aufgrund dieser starken Verschmutzung musste das Öl bereits nach wenigen Monaten gewechselt werden. Darüber hinaus kam es häufig zu Störungen an Ventilen und Pumpen.

Die Instandhaltung des Unternehmens hat viele Versuche unternommen, um die Situation langfristig zu verbessern. Zunächst verbesserte man die Absaugung, um die Staubbelastung in der Halle zu verringern. Darüber hinaus installierte man bessere Luftfilter auf den Hydraulikölbehältern. Auch ein regelmäßiger Austausch der Dichtungen am Hydraulikzylinder brachte keinen Erfolg. Daraufhin informierten sich die Mitarbeiter von der Instandhaltung über verschiedene Filtersysteme und Möglichkeiten zur Reinhaltung des Öles. Aufgrund von positiven Rückmeldungen anderer Betreiber einer elektrostatischen Ölreinigungsanlage entschied man sich für einen versuchsweisen Einsatz einer elektrostatischen Ölreinigungsanlage Modell D8 zur Reinigung des Hydrauliköls.

Hydraulikaggregat mit Ölreinigungsanlage Modell D8

Vor der Inbetriebnahme der Ölreinigungsanlage wurde eine Probe des Öls aus dem System entnommen. Nach 300 Stunden Reinigungszeit wurde erneut eine Probe gezogen. Dabei zeigte sich bereits im direkten Vergleich der beiden Ölproben eine eklatante Verbesserung des Reinheitsgrades. Das zuvor dunkle und nahezu undurchsichtige Öl wurde wieder klar und hell. Die Laboranalyse bestätigte, dass das gereinigte Öl weiter genutzt werden kann.

Ölprobe vor der Reinigung => Ölprobe nach 300 h Reinigungszeit 




Das Öl ist nach der Reinigung in einem deutlich besseren Zustand und kann nun problemlos weiter verwendet werden. Auf den bisher regelmäßig erforderlichen Ölwechsel kann aufgrund der guten Reinigungsergebnisse verzichtet werden.

Die Lebensdauer des Hydrauliköls konnte von ca. 2 Monaten auf mehrere Jahre gesteigert werden. Gleichzeitig wurden Störungen im Hydrauliksystem um 70 % reduziert.

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